Vejer de la Frontera
Die Stadt Vejer de la Frontera ist ohne Zweifel eine der schönsten Ortschaften Andalusiens. Majestätisch schaut es von einem steilen Hügel hinab, mit seiner intakten Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, samt vier original erhaltenen Stadttoren. In Anbetracht der engen, verwinkelten Gassen empfiehlt es sich, den Wagen an der Parkzone der Zufahrtsstrasse abzustellen, und den Stadtkern zu Fuss zu erkunden. Die Spuren der jahrhundertlangen arabischen Besatzung sind noch nicht verwischt, sondern in den Stadtmauern und vielen Gebäuden gut erhalten. Ein nächtlicher Bummel durch die Altstadt, in der es einige stimmungsvolle Bars gibt, ist von besonderem Reiz.
Spuren des islamischen Erbes sind auch im täglichen Leben des erzkatholischen Städtchens zu sehen: die kleinen, traditionellen Bars sind der Männerwelt vorbehalten, nur das obligatorische Bild der Jungfrau Maria und die Spirituosenflaschen im Regal erinnern daran, dass man nicht in Marrokko ist. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gehörten die “Cobijadas”, in schwarze Schleier gehüllte Frauen noch zum täglichen Bild.
Zu den wichtigsten traditionellen und religiösen Ereignissen gehören Stierkämpfe, das Stiertreiben durch die Stadt („Toro embolado“ zu Ostersonntag) und die Prozessionen zu Ehren der Stadtpatronin „Virgen de la Oliva“.
Während in Conil der deutsche Tourismus vorwiegt, finden in Vejer viele Engländer ein neues zuhause. Viele der alten Stadthäuser in Vejer sowie Landhäuser und Villen im Umland sind in englischem Besitz.
Das Gemeindegebiet von Vejer
El Palmar
ist eine flache, zersiedelte Acker- und Weidenlandschaft entlang eines langen, feinsandigen, Strandes. Der flache Strand ist ein Paradies für Jung und Alt, sei es um im Seichten in den Wellen zu planschen oder um barfuß kilometerlange Spaziergänge zu machen.... Die rollende Brandung biete ideale Bedingungen für Wellenreiter und die Surfer-Szene prägt das jugendliche Ambiente rund ums Jahr. Entlang des Strandes gibt es zahlreiche Restaurants, einen Supermarkt, Apotheke, eine Metzgerei, einen Fischladen und mehrere Lebensmittelgeschäfte die auch ganzjährig geöffnet haben. In den Sommermonaten öffnen die Chiringuitos, die beliebten kleinen Strandbars, wo man mit einem Mojito und etwas Chill Musik im Hintergrund stimmungsvolle Sonnenuntergänge erleben kann.
La Muela und Santa Lucia
Nördlich von Vejer liegt der Naturpark von Santa Lucia mit einem noch heute funktionstüchtigen römisch- arabischen Aquädukt und, dank des Wasserreichtums, einer üppigen, suptropischen Vegetation. Davon westlich erstrecken sich die sanften Hügel von La Muela, einem bunten Mosaik aus Feldern, Weiden und Naturlandschaft. Dahinter beginnen die Ländereien der Großgrundbesitzer mit ihren Kampfstier- und Pferdezuchten. Die Gegend eignet sich gut für Spaziergänge und Mountainbike Touren. Wunderschön ist auch die Erkundung der Region zu Pferd.
Verbinden Sie Ihren Ausflug nach La Muela und Santa Lucía mit einem Mittagessen in einem der belieben Ausflugslokale, die im Adressverzeichnis von Vejer aufgeführt sind.
Paternilla und San Ambrosio
Zwischen Vejer und Zahora/Caños de Meca liegt die malerische, fruchtbare Hügellandschaft von Paternilla und San Ambrosio. Paternilla ist kein wirkliches Dorf, sondern eine weitverstreute Ansiedlung von kleinen Bauernhöfen, Ferien- und Wochenendhäuschen. Bei San Ambrosio beginnen die dunkelen Hügel des Naturparks “La Breña”. Um zur Staubstrasse zu kommen, die von Vejer durch diese Landschaft nach Zahora führt, fahren Sie die Av. de Andalucía durch, dann beim Supersol rechts ab und immer geradeaus weiter. Auf dem Weg kommen Sie an der Bar “Gadir” vorbei, eine ausgebaute Windmühle mit spektakulären Blick auf El Palmar und Conil. Von Barbate aus kommend, nimmt man die Küstenstrasse Richtung Los Caños de Meca und biegt auf halber Strecke, mitten im Naturpark, rechts nach San Ambrosio ein, den Schildern folgend.
Auch in dieser Gegend gibt es ein paar empfehlenswerte Ausflugslokale.











